Oscuro Animal

Sonntag, 11.12.16, 18:30, Riffraff: Tickets
OV 106’ | Felipe Guerrero | CO/ARG/NDL/D 2016 | Spielfilm

Drei Frauen, drei Schicksale im vom jahrzehntelangen Bürgerkriegsversehrten Kolumbien. Mona ersticht ihren Ehemann im Schlaf. Der paramilitärische Kommandant hat sie jahrelang gedemütigt und sexuell missbraucht. Rocío ist auf dem Weg nach Bogota, sie ist auf der Flucht, nachdem sie ihr Haus verwüstet und ihr Dorf verlassen vorgefunden hat, Mann und Söhne vermutlich entführt von Guerilla-Truppen. Nelsa wiederum hat sich den Paramilitärs angeschlossen und verscharrt mit ausdruckslosem Gesicht getötete Bauern im Wald, sie selbst wird von ihren Mitstreitern regelmässig vergewaltigt. Die omnipräsente Gewalt in Oscuro Animal kontrastiert mit der poetischen Schönheit des kolumbianischen Dschungels – die Geräuschkulisse eine surrende, knarrende Symphonie. Ein meisterhafter Film, der sich jeglicher Kategorisierung entzieht und durch seine bewusste Sprachlosigkeit beweist, dass Schweigen lauter sein kann als Geschrei. (slb)

Herausforderung Frieden in Kolumbien
Im Anschluss Gespräch mit Mirjam Straub Ortiz (lic. phil. Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Psychotraumatologie) und Christoph Kaufmann (ehemaliger Menschenrechtsbeobachter in Kolumbien) über den fragilen Friedensprozess in Kolumbien. Welche individuellen, gesellschaftlichen und politischen Prozesse braucht es, um nach fünfzig Jahren Bürgerkrieg die Wunden des Krieges zu heilen? Was sind die Aussichten, nachdem das kolumbianische Volk den Friedensvertrag zwischen der Regierung und den FARC-Rebellen abgelehnt hat? Moderation: Barbara Müller (Peace Watch Switzerland)

Präsentiert mit Peace Watch Switzerland.

TRAILER