TAG DER MENSCHENRECHTE

MENSCHENRECHTE BEI DER PRÄVENTION VON GEWALTTÄTIGEM EXTREMISMUS
 

Begrüssungsworte von Pascale Baeriswyl, Staatssekretärin und Leo Kaneman, Präsident HRFF Zurich

Der Internationale Tag der Menschenrechte, den wir jedes Jahr am 10. Dezember feiern, erinnert an die vor 68 Jahren von der UNO-Generalversammlung verabschiedete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Die Herausforderungen beim Engagement für die Stärkung der Menschenrechte sind seit 1948 nicht kleiner geworden. Im Gegenteil – Einschränkungen der Redefreiheit und Repressalien gegen Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger oder die Diskriminierung von Minderheiten haben in vielen Ländern zugenommen. Solche Menschenrechtsverletzungen gehören zum Nährboden für gewalttätigen Extremismus. Für eine erfolgreiche Prävention müssen Grundrechte geschützt und Verletzungen bestraft werden, um das Vertrauen in den Staat und in die Institutionen zu erhalten und Gewalt vorzubeugen. Am Menschenrechtstag möchte das Human Rights Film Festival Zurich in Zusammenarbeit mit der Abteilung Menschliche Sicherheit des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA die Rolle der Menschenrechte und der Friedensförderung in der Prävention von gewalttätigem Extremismus beleuchten.

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, Abteilung Menschliche Sicherheit

Jihad, A story of the others

Samstag, 10.12.16, 18:30, Riffraff: Tickets
Sonntag, 11.12.16, 16:00, Houdini: Tickets - Wiederholung ohne Podiumsgespräch

E 50' | Deeya Khan | UK/Norwegen 2015 | Dok

Der Film erzählt die Lebensgeschichten von britischen Muslimen, die im Namen Gottes in den Krieg zogen. Seit den Achtzigerjahren Jahren reisen sie von Grossbritannien aus in ethnisch und religiös gespaltene Konfliktgebiete, um dort sunnitische Kämpfer zu unterstützen. Geprägt von rassistischer Diskriminierung und sexueller Unerfülltheit während ihrer Jugend, finden die Männer im bewaffneten Jihad einen Horizont, vor dem sie ihr zerbröckeltes Selbstbewusstsein durch ein tödliches Identitätsgefühl ersetzen. Doch in der Verworrenheit des Kriegsgeschäfts ist es schwierig, den Glauben an Gewalt im Namen der Gerechtigkeit aufrecht zu erhalten. Der Film wagt es, jihadistische Aggression vor dem Hintergrund sozialer Ausschlussmechanismen, emotionaler Verunsicherung und der Sehnsucht nach eindeutigen Identitäten zu ergründen. (es)
 

Podiumsgespräch (English)
Nach dem Film Jihad, A Story of the Others diskutieren Expertinnen und Experten über Menschenrechtsverletzungen als mögliche Ursachen, die Menschen in den gewalttätigen Extremismus treiben, und gehen der Frage nach, wie diesem Phänomen vorgebeugt werden kann. Gäste: Hanny Megally (Senior Fellow at the Center on International Cooperation, NYU), Stephan Husy (Sonderbotschafter für Terrorismusbekämpfung Direktion für Völkerrecht EDA), Sanam Naraghi Anderlini (Co-Founder & Executive Director, International Civil Society Action Network) Moderation: Christoph Keller (SRF2Kultur)


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