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Freitag, 09.12.16, 18:30, Riffraff: Tickets
Samstag, 10.12.16, 16:00, Houdini: Tickets - Wiederholung ohne Gespräch
OV/e 90' | Zhao Liang | China/FR 2015 | Dok

Im kargen Hinterland der Inneren Mongolei bauen Minenarbeiter unter Lebensgefahr Rohstoffe für die chinesische Wirtschaft ab. Der künstlerisch eigenwillige Film verlässt sich auf die Kraft der Bilder, Dantes Beschreibungen von Hölle und Fegefeuer sind der einzige Kommentar. Die Protagonisten sind der Welt unter Tage ausgeliefert. Ein eindrückliches Tableau zeigt, wie ein Ehepaar spätabends versucht, sich gegenseitig den hartnäckigen Russ vom Körper zu schrubben. Die weisse Augenhaut der Arbeiter ist von schwarzen Kohlespuren durchzogen, viele von ihnen sterben an Lungenkrankheiten. Zhao Liang schafft eine atemberaubende Darstellung der prekären Arbeitsbedingungen in den chinesischen Minen und konfrontiert multinationale Konzerne mit ihrer Verantwortung. Die Veröffentlichung des kühnen Essayfilms wurde in China bisher verboten. (slb)

Minenarbeit im Kontext der globalen Wirtschaft
Im Anschluss Gespräch mit Zoltan Doka (Programmleiter China Solidar Suisse) über Rohstoffgewinnung, Arbeitsbedingungen und Konzernverantwortung. Moderation: Daniel Puntas Bernet (Chefredaktor Reportagen)

Präsentiert mit Solidar Suisse.


TRAILER